Killekill
Berlin, Germany
Listeners: 363, Plays: 820, Listening Time: 1.425 h
Was macht einen guten wöchentlichen Club aus?
Ist es das Lineup? Das Publikum? Die Location? Das Image, das durch die Art der Werbung transportiert wird? Das „Näschen“ der Veranstalter?
Die langweiligste Antwort wäre: Ein bißchen von allem; eine gute Mischung. Nein, was einen guten wöchentlichen Club ausmacht, ist, daß die Besucher bei einer gut gemachten Party und ehrlichem Sound ehrlich abgehen! Ein Messerspitzchen Glück und... Read more
Was macht einen guten wöchentlichen Club aus?
Ist es das Lineup? Das Publikum? Die Location? Das Image, das durch die Art der Werbung transportiert wird? Das „Näschen“ der Veranstalter?
Die langweiligste Antwort wäre: Ein bißchen von allem; eine gute Mischung. Nein, was einen guten wöchentlichen Club ausmacht, ist, daß die Besucher bei einer gut gemachten Party und ehrlichem Sound ehrlich abgehen! Ein Messerspitzchen Glück und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und das Richtige machen noch dazu und die Sache ist rund genug zum Rollen.
Viele Leute haben viele gute Ideen und oft – zumindest am Anfang – ne große Portion Idealismus, mit dem sie die Dinge angehen, aber oft ist einfach keine Substanz dahinter. Beim Killekill Club erhascht einen unweigerlich das Gefühl, daß ebenjene Substanz vorhanden ist und, gepaart mit der notwendigen Freude am Feiern, die Grundlage für eine gut konzeptionierte Veranstaltungsreihe ist. Die Bookings passen – abwechslungsreich gestaltet mit Granaten, die von allen Seiten heranfliegen; von Altmeistern wie Alan Oldham und Dan Curtin, vielversprechenden Jungschallplattenunterhaltern, großartigen Liveacts wie Alex Cortex aus dem straighten, Acts wie Otto von Schirach und Kettel aus dem roughen und zauberhaften Bereich, soliden Djs wie Herrn Dettmann und Acid Maria bis hin zum Head itself Herrn Flush, der es versteht, sich die Leut auf verschiedenartigste Weise zur Brust zu nehmen -, die Locations sind gut gewählt – mit wenigen Ausnahmen wird in der Berghain Kantine veranstaltet –, und das Publikum ist eine gute und erfrischende Mischung aus tiefgehend an der Musik interessierten Nerds und partywütigen Spezialagenten, bei denen sich Wildsau und Tanzbär guten Morgen sagen. Verbunden mit ebenjener ehrlichen Art der Veranstalter ergibt das gesamte Ding eine mit einem ganz eigenen Schimmer versehene Eventreihe, die sich unterhalb des Radars der Beliebigkeit, aber überhalb des Molochs der Belanglosigkeit in sehr interessanten Gefielden angesiedelt hat.
Vielseitigkeit und Konsequenz – Ehrlichkeit und Erfahrung – Aufbruchsstimmung und Näschen – clap your ears for Killekill! Immer Mittwochs ab zweiundzwanzig Uhr in der Berghain Kantine Show less
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