ajaja, schön war es. Sehr schön. Und der Chat war begeistert. Wir hatten noch nie soviel Musiktechnik im BMI-Wohnzimmer wie zu dieser Sendung. Bestimmt über 20 analoge Klangerzeuger bzw. -verfremder, umfangreich gemoddet und selbst zusammengebaut. Vom Controller-Joystick bis zu modularen Synthesizern. Und dazu ein kleines Orchester bestehend aus 7 Musizierenden, die über einen Taktgeber gekoppelt gleichzeitig loopartige Klangkollagen entwickelten, beibehielten und verschwinden ließen. Teilweise tanzbar, teilweise nur zum Hören – stets interessant und anregend.
Eine Hiobsbotschaft gibt es allerdings, bzw: Erstmal die gute Nachricht: Der gesamte MP3-Mitschnitt über 4 Stunden ist da und kann sich angehört und heruntergeladen werden, siehe below. Allerdings ist der ganze Videomitschnitt im Arsch (bzw. online auf dern Servern von Livestream.com nicht vorhanden, vermutlich Encodierungsfehler), und das ist echt zum Kotzen – so seht ihr den ganzen Maschinenfuhrpark nicht, der das Wohnzimmer-Studio bevölkerte – und all die gemoddete Hardware. Aber ich versuche noch ein paar Fotos aufzutreiben, sodass ihr wenigstens einen Eindruck bekommt. Alle die auf dem Videostream live dabei waren, können sich besonders priviligiert fühlen … :-)
Besonders spannend war das Beobachten des Szenarios, so unwirklich im kleinen Wohnzimmer und zugleich direkt vor der Nase. Das Erleben von Klang und Kreativität durch Technologie; durch das Interagieren mit standardisierten und selbst verfremdeten Interaktionselementen, der soziale Charakter kollektiv komponierter Rhythmen, die Interaktion zwischen den einzelnen Einheiten des Orchesters. Sei es per Midi, per Geste oder über Worte.
Wir vom BMI waren Zeuge einer orchestralen Live-Produktion elektronischer Musik, wie man sie heute immer weniger bzw. überhaupt nur noch ganz selten antrifft. Gegenwärtig wird Techno ja vor allem anhand von Allround-Musik-Softwares von einzelnen Personen oder gelegentlich auch Produzentenmultiplos an Computern geschaffen und als fertige Tracks konzipiert. Hier war alles improvisiert und basierte auf den Prinzipien von Takt, Loop und angelernten musikalischen Mustern (habitualisiert), die man "gefühlsecht" einsetzte, wo und wie es passte. Herauskam eine 4-stündige Klangkollage mit zwischenzeitlichen Interviews. Hört sie, hört die Musik, lasst euch inspirieren und sagt uns, was ihr davon haltet. Gerne könnt ihr es auch weiterleiten und mit euren Freunden teilen. Wir hoffen, das nachträgliche Verfolgen als Audio- oder Videomitschnitt bereitet euch Freude.
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