Der 1934 in Berlin geborene Hans-Joachim Roedelius wurde an der Charité Berlin als Krankengymnast und Masseur ausgebildet. Er arbeitete in diesem Beruf wie auch als Sterbebegleiter von 1961 bis 1967, wo er sich entschloss, Künstler zu werden.
Seitdem ist er freischaffend als Komponist, Musiker, Dichter, Texter, Produzent sowie Intendant des von ihm 2004 in Lunz am See ins Leben gerufenen Symposions „More Ohr Less“ und seit... Read more
Hans-Joachim Roedelius
Der 1934 in Berlin geborene Hans-Joachim Roedelius wurde an der Charité Berlin als Krankengymnast und Masseur ausgebildet. Er arbeitete in diesem Beruf wie auch als Sterbebegleiter von 1961 bis 1967, wo er sich entschloss, Künstler zu werden.
Seitdem ist er freischaffend als Komponist, Musiker, Dichter, Texter, Produzent sowie Intendant des von ihm 2004 in Lunz am See ins Leben gerufenen Symposions „More Ohr Less“ und seit 2005 als Ehrenpräsident des Festivals „Moving Cultures“ in Tirana Albanien tätig.
Die Nutzbarmachung elektrisch generierten Klangmaterials, bzw. die Verwendung jeglichen Geräusches zu musikalischen Zwecken, stand am Beginn seiner Karriere. Als Schüler von Josef Beuys und Conrad Schnitzler gehört er der Fluxus-Bewegung an.
Er hat unzählige Konzerte und Lesungen rund um den Globus gegeben und bisher über 1000 Werke, darunter drei Sinfonien und viele Lieder, Gedichte und Texte ge-schrieben.
Sein Name ist auf etwa LP/CD- 150 Veröffentlichungen genannt, unter denen sich viele Kooperationen mit Künstlern wie z.B. Conrad Schnitzler, Dieter Moebius, Brian Eno, Holger Czukay, Konrad Plank, und vielen anderen Komponisten befinden.
Er war Stipendiat der Alban Berg-Stiftung in Wien. Als Komponist,ausübender Musiker Akteur und Tänzer arbeitete er bei zahlreichen internationalen Theater und Tanz-theaterprojekten mit, so mit Caroline Carlsen für das Stück „L´Orso e la Luna“ am Teatro e Danza la Fenice in Venedig, mit Esther Linley an „Borges and I“ für die Wiener Festwochen und „Utopia of a tired Man“ für das Donaufestival, mit Roberto Castello an „Persistence of Memory“ für das Festival No Borders in Klagenfurt und die Minoritenkirche Krems, an „Happy Kitchen“ mit Jurij Novoselic für die Biennale Zagreb, an der Komposition von Filmmusiken ( gemeinsam mit den Fratelli-Brothers komponierte er z.B. die Filmmusik zu der John Lennon Dokumentation "Imagine IMAGINE" von Direktor Frederick Baker, für „Witness to War“, von Deborah Shaffer, der mit einem Documentary Oskar ausgezeichnet worden ist, u.v.a.
Er gestaltet Raum - und Klanginstallationen, wie erst kürzlich gemeinsam mit Gilbert Bretterbauer den Beitrag „Psyche“ zum „Mobilen Museum“ des „Public Arts Lab Berlin“, eine Klangzelle, die nach ihrer Erstinstallation 2004 auf dem Potsdamer Platz in Berlin, danach in Wien, später in Barcelona und Kopenhagen für jeweils einen Monat zu sehen hören war.
Die Biografie "Roedelius - Painting with Sound" von Steven Iliffe ist 2003 bei Meridian Music Guides in London erschienen. <www.meridianguides.com>
Roedelius lebt und arbeitet als freier Kulturschaffender in Baden bei Wien, er wurde von den Honoratioren seiner Heimatstadt 2002 mit dem Badener Kulturpreis und 2004 mit der Kaiser Friedrich III Medaille für Verdienste um das kulturelle Ansehen der Stadt Baden geehrt. Seit seiner Wohnsitznahme in Österreich wird sein künstlerisches Schaffen, vom Bund, vom Land, ( von welchem er auch einen Würdigungsgpreis erhielt ) und von der Gemeinde, sowie Förderern aus der freien Wirtschaft Österreichs vehement unterstützt.
Born 1934 in Berlin, nurse, physiotherapist, masseur, escort of the dying, composer, writer, poet, foto-collage-artist, producer.
Founder - member of the artslab Zodiak in Berlin ( 1968 ) and groups such as, per-sonare, Kluster, Cluster, Harmonia, Friendly Game, Aquarello and Tempus Transit. Collaborations / co-productions with artists around the globe .
Many more than thousand compositions including text, poetry dance-theatre-and film music. Approximately 150 records either soloworks or productions in co - authorship with other composers or tracks on samplers compilations. Almost uncountable concerts / performances / readings all over Europe and in main cities of Japan and the United States.
Music or musical participation at soundtracks for films/documentarys “Witness to war” from filmdirector Deborah Shaffer / New York, “the room of the son” (la stanza del figlio) from filmdirector Nanni Moretti, “Stalin the red god” from filmdirector Frederick Baker, “Y Tu Mama Tambien” from Mexican filmdirector Alfonso Cuaron.Together with the Fratelli-Brothers soundtrack for the film “Imagine Imagine” about John Lennon from filmdirector Frederick Baker the film “FAQ” from Stefan Hafner and Alexander Binder and others.
Spiritus rector / curator of the symposion / Festival “More Ohr Less” in Lunz in Lower Austria. Honorary president of the Jazzfestival “Moving Cultures” in Tirana / Albania.
New York Times, May 3, 2004
By JON PARELES
Electronic music tempts its makers toward meditative and manic extremes. Machines can sustain a note longer than any breath; they can also hurl a barrage of sound faster than fingers can move. Two concerts on Wednesday embraced those extremes while adding a human touch.
Meditation reigned at the Austrian Cultural Foundation in the final concert of its Moving Patterns series of contemporary Austrian electronic music.
The Moving Patterns program featured Hans-Joachim Roedelius, a major figure in electronic music who has collaborated with Brian Eno among many others. He joined the uncomputerized duo dp-S, with Werner Dafeldecker on double bass and Patrick Pulsinger playing an old analog synthesizer.
As a video screen showed blue water rippling over green plants, the music was equally liquid but far more ominous.
From his electronics, Mr. Roedelius set up a quasi-Latin beat that disappeared into the trio's analog gurgles, washes of distortion, buzzes, rumbles, seesawing glissandos, bell tones, thunderclaps and an occasional synthesizer riff. At the end the turbulence cleared for calmly descending bass lines and glimmers of piano from Mr. Roedelius. The piece was nebulous, unpredictable and absorbing. Mr. Roedelius returned to play a limpid piano solo - pensive melodies over left-hand arpeggios - that was somewhere between Schubert and new age. Show less
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