Frankreich ist eigen, und das spiegelt sich auch in der Musik wieder. Gerade in der elektronischen Musik konnten Daft Punk, Air, Cassius oder Mr. Oizo eigene Akzente setzen. Dass sich auch Frankreichs Techno- und House-Szene keineswegs verstecken muss, zeigen international renommierte DJs und Produzenten wie Chloé, Shonky, Seuil, Ark oder Krikor. Und auch die Label-Landschaft hat sich innerhalb der letzten Jahre neu positioniert. Freak’n’Chic, Kitsune, Ed Banger,... Read more
Frankreich ist eigen, und das spiegelt sich auch in der Musik wieder. Gerade in der elektronischen Musik konnten Daft Punk, Air, Cassius oder Mr. Oizo eigene Akzente setzen. Dass sich auch Frankreichs Techno- und House-Szene keineswegs verstecken muss, zeigen international renommierte DJs und Produzenten wie Chloé, Shonky, Seuil, Ark oder Krikor. Und auch die Label-Landschaft hat sich innerhalb der letzten Jahre neu positioniert. Freak’n’Chic, Kitsune, Ed Banger, Tigersushi, Kill The DJ oder Karat Records sind eine handvoll Beispiele dafür, wie ambitioniert und breit aufgestellt Frankreichs Musikszene ist. Zwar konzentriert sich viel vom musikalischen Geschehen auf Paris, doch auch abseits der Hauptstadt konnten sich eigenständige und innovative Szenen entwickeln. So auch in Südfrankreich, genauer die Gegend um Avignon, der Heimat von Antoine Garcin. Als Betreiber der Labels Time Has Changed und Time Is Now gehört der Anfang-Dreißiger zu den Visionären der Branche – immerhin wagte Garcin 2007 den Start eines Digital-Labels. Der Erfolg gab ihm Recht: Mittlerweile ist Time Has Changed soweit etabliert, dass auch auf Vinyl veröffentlicht wird. Mit den Labels blieb er der Clubkultur verbunden, auch wenn er als junger Vater und Pharmazeutiker nicht mehr jedes Wochenende durch die Clubs zieht. Die Liebe zur Musik begleitet ihn schon von früher Jugend an – immer offen für neue Genres. Die südfranzösische Afterhour-Reihe »Barlive« faszinierte ihn jedoch auf eine ganz neue Weise. »Es war unglaublich für mich dies mit zu erleben – der Ort, die Leute, die Atmosphäre, die Musik«, schwärmt Antoine Garcin noch heute.
Als Acumen produziert er seit etwa zwei Jahren auch eigene Tracks und innerhalb kürzester Zeit hat sich sein Talent für deepen Tech-House weit herumgesprochen. Richie Hawtin zählt ihn zu den besten Newcomern des Jahres 2009. Und auch Laurent Garnier, Loco Dice, Joris Voorn sowie Peter Kruder haben Acumens Tracks für ihre Sets entdeckt. Die Saison 2009/2010 dürfte Acumen einen erfreulichen Schub bringen. Nach bisher fünf veröffentlichten EPs stehen für 2010 weitere Veröffentlichungen auf Anja Schneiders Mobilee Records, dem neuen 2000 & One-Label Bitten, dem Berliner Label Upon You sowie seinen eigenen Labels an.
Während Acumens Tracks also zunehmend die Welt umkreisen, ist auch er selbst als Live-Act immer gefragter – ab Januar 2010 gebucht über Upon You Bookings. Seine Sets zielen dabei klar auf den Dancefloor, bleiben aber immer tief verwurzelt in einem deepen House-Vibe. Jene Wärme im Sound also, die ihn von Anfang an im Club begeisterte. Show less
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